Kimchi Pfannkuchen: Exotisch vielseitige Hochstapler


kimchi pfannkuchen

Was sind Kimchi Pfannkuchen eigentlich?


Vorausgesetzt, man mag Kimchi und liebt Pancakes, dann ist diese koreanische Variante unserer Reibekuchen ein goldrichtiger Tipp für Hobby-Köch*innen. Während unsere heimischen Pendants Kartoffeln als Grundlage vorsehen, punkten Kimchi Pfannkuchen mit einem ganz besonderen Hauptdarsteller. Wenngleich man Kimchi recht frei mit „Sauerkraut“ übersetzen könnte, steckt natürlich sehr viel mehr hinter diesem traditionellen, fermentierten Gemüse. Die Basiszutat ist hauptsächlich Chinakohl. Allerdings kennt die Küche Koreas auch Kimchis, für die Gurken, Wirsing, Spitzkohl, Rettich oder Weißkohl als Hauptzutat dienen. Mittels Milchsäuregärung entsteht mit der Zeit der typisch sauer-salzige Geschmack.

Obschon Kimchi an sich bereits eine Gaumenfreude der Extraklasse darstellt, folgt auf gut bekanntlich immer besser. In diesem Fall ergänzt wunderbar knuspriger Pfannkuchenteig den säuerlich-herben Geschmack des fermentierten Gemüses in Perfektion. Kimchi Pfannkuchen sind ein beliebter Snack in ihrer Heimat Korea. Sie werden dort flächendeckend „to go“ an praktisch jeder Ecke angeboten.

Allerdings sind sie auch eine durchaus köstliche Vor- oder Hauptspeise, die noch dazu sehr vielseitig serviert werden kann. Sogar als Beilage zu Fleisch, Fisch oder Meeresfrüchten sind Kimchi Pancakes der Hit. Sie sind schnell zubereitet und punkten dennoch mit dem gewissen Etwas. Darüber hinaus erfreut man Vegetarier und sogar Veganer mit diesem köstlichen Gericht, und alle, die es auf dem Teller ganz gerne gesund mögen.

Kimchi an sich gilt als eines der gesündesten Nahrungsmittel der Welt. Es liefert wertvolles Vitamin C und bringt die Darmflora dank der in ihm enthaltenen Milchsäurebakterien auf Vordermann. Kimchi leistet somit einen unmittelbaren Beitrag zur Stärkung unseres Immunsystems.

Was ist Kimchi Jeon eigentlich?


Entsprechend ihrer Beliebtheit haben sich mit der Zeit viele verschiedene Bezeichnungen für die leckeren pikanten Pfannkuchen ihren Weg in unseren Sprachgebrauch gebahnt. Kurz gesagt: Die klingenden Namen Kimchi Jeon, Kimchijeon, Kimchi Buchimgae oder Kimchi Pancakes meinen ein und dasselbe Gericht.

Was bedeutet Jeon?


Alles, was die koreanische Küche mit dem Prädikat „Jeon“ serviert, meint Pfannkuchen in jeglicher Art und Weise. Jedes Gericht, welches dort in Backteig oder eben dem klassischen Pfannkuchenteig herausgebacken oder gebraten wird, darf sich „Jeon“ nennen. Zum Beispiel bekommt man, wenn man „Pajeon“ bestellt, einen grünen Pancake auf Gemüsebasis, zu dem traditionell eine Sojasauce oder ein raffinierter Sesam-Dip gereicht werden.

Doch auch Jeon-Variationen mit Garnelen und Meeresfrüchten oder Fleisch sind beliebte Appetizer in Korea. Ebenso sind Jeons als Süßspeisen ein Thema in der landestypischen Küche. Hwajeons beispielsweise sind die berühmten Blumenkuchen. Sie werden mit wunderschönen Blüten dekoriert serviert und das nur an besonders hohen Feiertagen wie dem Geburtstag Buddhas. Allerdings könnten Gourmets und Insider nun einwenden, dass die bekanntesten süßen Pancakes in Korea „Hotteok“ heißen und nicht „Jeon“. Der Grund dafür ist simpel: Es handelt sich bei diesem Rezept um einen Hefeteig als Basis, nicht um einen typischen, flüssigen Pfannkuchenteig.

Woher kommen Kimchi Pfannkuchen?


Obwohl wahrscheinlich jedes Land gerne die Erfindung der Pfannkuchen auf seine Fahnen heften möchte, ist es im Fall der Kimchi Pancakes eindeutig: Korea ist ihre ursprüngliche Heimat. Doch sogar dort noch streitet man sich landesweit bis heute darüber, wer die knusprigen Snacks mit dem gesunden Mehrwert erfunden hat. Tendenziell weiter verbreitet sind Kimchi Pfannkuchen in Südkorea. Daher darf dieser Teil des Landes diesen kulinarischen Rechtsstreit zumindest inoffiziell zu seinen Gunsten verbuchen.

Was ist typisch für die koreanische (südkoreanische) Küche?


Aus der Entfernung könnte man fast meinen, dass die Kochtöpfe Asiens mehr oder weniger ähnliche Gerichte hervorzaubern. Allerdings bildet gerade Korea hier die löbliche Ausnahme. Neben Reis, Eintöpfen und Suppen ist es besonders das Kimchi, das für die regionale Küche so bedeutend ist. Kein anderes Land kennt ursprünglich diese Art der Fermentierung von Gemüse.

Tofu, Meeresfrüchte und Seetang sind die exotischen Basics für die landestypische Küche. Doch auch Fleisch und natürlich viel Gemüse dürfen nicht zu kurz kommen. Neben Reis stehen auch Nudelgerichte in verschiedenen Ausführungen am Speiseplan. Sie werden aus Weizen-, Reis- oder Buchweizenmehl gefertigt. Im Süden des Landes steht bevorzugt Fisch auf der Speisekarte. Sogar roh oder luftgetrocknet spielt er hier eine bedeutende Rolle.

Kimchi kommt natürlich in vielen Versionen vor und bleibt bei kaum einer Mahlzeit außen vor. Übrigens basiert die koreanische Küche auf der Philosophie der fünf Elemente. Aus diesem Grund sollten alle fünf Farben der Natur und alle fünf bekannten Geschmacksrichtungen in jedem Gericht vertreten sein. Alle Zutaten in Harmonie miteinander zu verbinden, ist oberstes Gebot. Darüber hinaus spielen Religion und Traditionen natürlich auch am Esstisch eine große Rolle. Viele Speisen – wie etwa die als „Tteok“ bekannten Reiskuchen – werden ausschließlich zu besonderen Festen oder Anlässen serviert.

Welche Zutaten braucht man für die Zubereitung von Kimchi Jeon?


Für ein typisches Kimchi Pfannkuchen Rezept für 4 Personen braucht man:

300 Gramm Kimchi plus Saft
200 Gramm Mehl (oder fertige Jeon-Mischung)
80 Gramm Maisstärke
4 Esslöffel neutrales Pflanzenöl
2 Teelöffel Sesam
2 Esslöffel Sojasauce
2 Teelöffel heller Essig (Reisessig oder weißer Balsamico)
1 Prise Chili

Worauf man bei den Zutaten achten sollte


Kimchi Pancakes können mit Augenzwinkern zurecht als die Hochstapler unter den koreanischen Traditionsgerichten bezeichnet werden. Warum? Sowohl das Kimchi als auch die Jeon-Mischung gibt es im gut sortierten Fachhandel (z. B. EasyCookAsia) bereits fertig zu kaufen. Außer der Sojasauce sind keine exotischen Gewürze vonnöten. Wer also erste Achtungserfolge mit einem koreanischen Kochabend einfahren möchte, startet am besten mit Kimchi Pfannkuchen.

Wie wird Kimchi Jeon zubereitet?


Pfannkuchenteig anrühren

1. Pfannkuchenteig anrühren

Zuerst wird der Pfannkuchenteig angerührt: Dafür werden 130 Milliliter Wasser, das Mehl, die Maisstärke und circa 4 Esslöffel Kimchi Saft miteinander vermischt. Es sollte ein flüssiger Teig entstehen, der keine Klumpen mehr enthält.


Kimchi hinzugeben

2. Kimchi hinzugeben

Anschließend gibt man das Kimchi – eventuell ein wenig zerkleinert – zum Teig hinzu.


Dip zubereiten

3. Dip zubereiten

Für den Dip vermischt man Sojasauce, Chili, Sesam und Essig miteinander.


Die Pfannkuchen anbraten

4. Die Pfannkuchen anbraten

Zuletzt geht es an die eigentliche Zubereitung: Das Pflanzenöl wird in einer beschichteten Pfanne erhitzt. Im Wesentlichen können die Kimchi Pfannkuchen als kleine Mini-Pancakes nacheinander herausgebacken werden. Allerdings spricht natürlich auch nichts dagegen, den gesamten Teig auf einmal in eine entsprechend große Pfanne zu gießen wie eine Tortilla. Die Kunst des Wendens zeugt dann vom wahren Können von Köchin oder Koch. Jedenfalls sollte das Ergebnis ein knuspriger, goldbraun gebackener Jeon sein, wie direkt von einem Streetfood-Stand in Südkorea importiert.


Worauf man bei der Zubereitung achten sollte


Vorausgesetzt, man lässt nichts anbrennen, ist die Massaman Curry Zubereitung sehr einfach. Das Gericht kann, wenn erst einmal alle Zutaten im Wok sind, vor sich hin köcheln und braucht nur gelegentlich ein wenig umgerührt zu werden.

Variationen und Beilagen


Makgeolli (koreanischer Reiswein):
Der milchig-trübe Makgeolli wird klassisch zu den Kimchi Pfannkuchen serviert. Sein Alkoholgehalt beträgt meist 5 bis 8 Prozent, manchmal auch mehr. Reis und Hefekulturen sorgen für ein mildes Aroma, das je nach Variante süßlich oder säuerlich schmecken kann. Insider schwören beim Genuss dieser Kombination auf ein besonders aromatisches Geschmackserlebnis.


Frühlingszwiebeln:
Sie sind gern gesehener Gast auf koreanischen Tellern und werden – in feine Ringe geschnitten – roh oder kurz angebraten als Deko oder Topping zu Jeons gereicht.


Gochujang-Dip:
Diese Zugabe ist in Korea ungefähr so populär wie in unseren Breiten das gute alte Ketchup. Der Dip besteht in einer schnellen Variante aus Mayonnaise und Gochujang-Paste. Allerdings sieht das Originalrezept Reisessig, Sesamöl und Ahornsirup als Basis vor.



FAQ


💬 Woher kommen Kimchi Pfannkuchen?
Kimchi Jeon sind ein typisches Gericht aus Südkorea.


💬 Welche Zutaten braucht man für Kimchi Pfannkuchen?
Ein koreanischer Kimchi Pfannkuchen braucht hauptsächlich Kimchi und Pfannkuchenteig als Basiszutaten. Dieser kann selbst gemacht werden, mit Mehl und Wasser, oder als fertige Jeon-Mischung, auch als Jeon-Pulver bekannt, im gut sortierten Fachhandel gekauft werden.


💬 Sind Kimchi Pfannkuchen und Kimchi Jeon dasselbe Gericht?
Ja, das ist ein und dieselbe Speise, nur einmal allgemein verständlich eingedeutscht und einmal im exotisch anmutenden Original-Wortlaut.


💬 Wie lange dauert die Zubereitung von Kimchi Pfannkuchen?
Wer fix fertiges Kimchi aus Glas oder Dose verwendet, hat in weniger als 15 Minuten den ersten koreanischen Kimchi Pfannkuchen auf seinem Teller liegen.


💬 Wie kann ich Kimchi Pfannkuchen einfach zu Hause zubereiten?
Wer gerne schnell und trotzdem authentisch ans Ziel gelangt, greift auf fertig abgepackte original Zutaten in bester Qualität zurück. Kimchi und die Fertigmischung für die Jeons sind nur schwer beim Discounter um die Ecke zu bekommen. Elegant umgehen kann man dieses Problem beispielsweise mit den Kochboxen von EasyCookAsia. Sie liefern alles mit, was ein Kimchi Pfannkuchen Rezept verlangt, und was dieses köstliche Gericht so besonders und einzigartig macht.