Massaman Curry: Kulinarische Liebeserklärung, die durch den Magen geht


massaman curry

Was ist Massaman Curry?


Massaman Curry findet man häufig auch unter den Bezeichnungen Gaeng Massaman oder Kaeng Massaman. Kurz gesagt handelt es sich dabei um ein typisches fruchtig-würziges Currygericht aus der wandelbaren Küche Thailands. Das Originalrezept sieht Rind- oder Hühnerfleisch als Basiszutat vor. Vegetarische Alternativen lassen Tofu, Süßkartoffeln oder Kürbis die Hauptrolle in dieser geschmackvollen Symphonie übernehmen. Mit anderen Worten: Wer die thailändische Küche zu sich nach Hause holen möchte, startet am besten mit einem selbst gekochten Massaman Curry.

Übrigens ist kaum ein anderes Gericht so variabel wie dieses. Die gesamte Palette an Gewürzen, die traditionelle Thai-Gerichte so besonders macht, kann ein Massaman Curry bieten. Allerdings begann seine Erfolgsgeschichte der Legende nach bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts. König Rama II. war von dem Genuss dieses Currys derart begeistert, dass er die Köchin mit einem romantischen Gedicht beehrte. Dieses kennt und zitiert man in Thailand bis heute. Somit war der Siegeszug des Massaman Currys nicht mehr aufzuhalten. Der Mythos von der Liebe, die durch den Magen geht, übrigens auch nicht.

Woher stammt das Gericht Massaman Curry?


Obwohl ganz Thailand gerne den Anspruch auf diesen kulinarischen Hochgenuss erheben würde, kann man die Herkunft von Massaman Curry eindeutig dem Süden des Landes zuordnen. Die Gerichte dort sind insgesamt milder als im Norden und punkten mit cremiger Konsistenz. Außerdem gilt es als gesichert, dass die Curry-Vielfalt Indiens und auch der Einfluss der chinesischen Küche maßgeblich an seiner „Erfindung“ beteiligt waren. Allerdings besteht der Unterschied zu diesen darin, dass keine vorab gemahlenen Gewürze bei der Zubereitung verwendet werden, sondern eine Curry-Paste.

Darüber hinaus werden die Gewürze hier üblicherweise nicht zuerst in heißem Fett angebraten. Dies ist einer der Hauptgründe dafür, warum Massaman Curry zu den milderen Gerichten Thailands zählt. Die Curry-Paste darf sanft in sämiger Kokosmilch vor sich hin köcheln und so ihr märchenhaftes Aroma entfalten. Obendrein ist diese für jeden thailändischen Haushalt eine Art Visitenkarte, die von jeder Köchin und jedem Koch ganz individuell gefertigt wird. Der dafür notwendige Mörser darf in keiner Küche fehlen. Auf jeden Fall mit von der Partie sind hier Chilischoten und Knoblauch. Ergänzend gesellen sich – je nach Familienrezept – Schalotten, Koriandersamen, Thai-Ingwer, Zitronengras, Garnelenpaste, Pfeffer und Salz hinzu. Je nachdem, welche Basiszutat überwiegt, entstehen so die grünen, roten oder gelben Varianten der Curry-Paste. Das Massaman Curry Rezept sieht seine ganz eigene Version davon vor. Und zwar mit drei absoluten Gewürz-Superstars in ihrer Mitte: Gewürznelken, Kreuzkümmelsamen und grünen Pfefferkörnern.

Was ist typisch für die thailändische Küche?


Wenn wir an die Küche Thailands denken, kommt uns sofort ein einziger Begriff in den Sinn: scharf! Die pikanten Speisen sind in unseren Breiten zwar schon sehr stark an den europäischen Gaumen angepasst. Dennoch schadet es nicht, im Thai-Restaurant das Wort „scharf“ mit dem Servicepersonal kurz zu diskutieren. „Ihr“ scharf und „unser“ scharf nämlich sind zwei völlig verschiedene Galaxien von Geschmacksrichtungen. Und genau hier bringt sich Massaman Curry ins Spiel.

Ungeachtet seiner Schärfe punktet es auch mit fruchtigen Akzenten und der für Thailand typischen Gewürzvielfalt. Traditionell wird als Beilage Jasminreis serviert. „Reis essen“ und „eine Mahlzeit einnehmen“ bedeuten im regionalen Sprachgebrauch ein und dasselbe. Auch die Kokosmilch spielt in der thailändischen Küche eine große Rolle. Sie kann Schärfe gekonnt abmildern und sorgt für eine cremige Konsistenz.

Das Spiel mit fruchtigen Nuancen hat sich Thailand vermutlich von der Küche Chinas abgeguckt. Besser gesagt ist diese nämlich, neben Indien und Europa, hauptverantwortlich für das, was heute in Thailand auf die Teller kommt. Apropos Teller: Die aktuell so beliebten Buddha-Bowls können in Thailand bereits auf eine lange Tradition zurückblicken. Auch wenn die westliche Fastfood-Industrie das nicht gerne hört: Die Garküchen Thailands dürften das Vorbild für unser heutiges Streetfood gewesen sein.

Welche Zutaten braucht man für die Zubereitung von Massaman Curry?


Für ein typisches Massaman Curry Rezept für 4 Personen braucht man:

400 Gramm Rindfleisch, in mundgerechte Stücke geschnitten
1 Bund Frühlingszwiebeln, in feine Ringe gehackt
3 Esslöffel Massaman Curry-Paste
4 mittelgroße Kartoffeln, geschält und gewürfelt
400 Milliliter Kokosmilch
2 Esslöffel Essig (am besten Reisessig; alternativ weißer Balsamico)
2 bis 3 Esslöffel feines Erdnussmus mit oder ohne Crunch
1 bis 2 Esslöffel Palmzucker
1 großzügige Handvoll Erdnüsse
1 daumengroßes Stück Ingwer
1 Bund Zitronengras
Frischer Koriander nach Belieben
2 Esslöffel Fischsauce, vorzugsweise Nam Pla
Garam-Masala Gewürzmischung
1 bis 2 Esslöffel Tamarinden-Konzentrat
Pflanzenöl für die Pfanne

Worauf man bei den Zutaten achten sollte


Auch wenn es sich bei diesem traditionellen Gericht um ein echtes „Einsteigermodell“ in die thailändische Küche handelt: Qualität geht immer vor. Wer mit seinem Massaman Curry Rezept punkten möchte, sollte nur bestes Fleisch verwenden. Doch auch die typisch thailändischen Zutaten sollten möglichst authentischen Ursprungs sein. Wennschon exotisch gekocht wird, dann mit Basics auf höchstem Niveau. Dieses kann man nämlich schmecken.

Wie wird Massaman Curry zubereitet?


Fleisch, Frühlingszwiebeln und Kartoffelwürfel anbraten

1. Fleisch, Frühlingszwiebeln und Kartoffelwürfel anbraten

Zuerst wird das Öl in einer beschichteten Pfanne oder einem Wok erhitzt. Das Fleisch, die Frühlingszwiebeln und die Kartoffelwürfel kommen hinzu und werden kräftig von allen Seiten angebraten.


Curry-Paste und Ingwer hinzugeben und mit Kokosmilch ablöschen

2. Curry-Paste und Ingwer hinzugeben und mit Kokosmilch ablöschen

Es folgen die Curry-Paste und der fein gehackte Ingwer. Jetzt wird mit Kokosmilch abgelöscht.


Weitere Zutaten hinzugeben

3. Weitere Zutaten hinzugeben

Anschließend kommen das Erdnussmus, der Palmzucker und der Reisessig hinzu.


Das Zitronengras hinzugeben

4. Das Zitronengras hinzugeben

Darauf folgt das in grobe Stücke zerteilte Zitronengras. Es wird vor dem Servieren entfernt, also sollten die Streifen nicht zu fein geschnitten sein.


Fischsauce und Erdnüsse hinzugeben

5. Fischsauce und Erdnüsse hinzugeben

Den gelungenen Abschluss bilden die Fischsauce, die Gewürzmischung und die Tamarindenpaste. Minimalistische Köch*innen geben die Erdnüsse nun auch gleich dazu. Einige Rezepte sehen vor, dass sie geröstet ganz am Schluss als knackiges Topping dienen.


30 bis 40 Minuten köcheln lassen

6. 30 bis 40 Minuten köcheln lassen

Abschließend darf die duftende Mischung 30 bis 40 Minuten auf kleiner Flamme vor sich hin köcheln, je nachdem, wie groß die Fleischstücke geschnitten wurden.


Koriander hinzugeben

7. Koriander hinzugeben

Zuletzt wird der frische Koriander gehackt und entweder untergerührt oder bildet als geschmackvolles Deko-Element den krönenden Abschluss.


Worauf man bei der Zubereitung achten sollte


Vorausgesetzt, man lässt nichts anbrennen, ist die Massaman Curry Zubereitung sehr einfach. Das Gericht kann, wenn erst einmal alle Zutaten im Wok sind, vor sich hin köcheln und braucht nur gelegentlich ein wenig umgerührt zu werden.

Variationen und Beilagen


Hühnerfleisch, Tofu, Süßkartoffeln oder Kürbis:
Möglicherweise gilt Massaman Curry deshalb als eines der beliebtesten thailändischen Rezepte, weil es so wandelbar ist. Statt Rindfleisch kann genauso gut Hühnerfleisch verwendet werden. Die Garzeit verkürzt sich dann um circa 10 Minuten. Darüber hinaus ist es auch bei einem Massaman Curry Rezept keine Hexerei, eine vegetarische und sogar vegane Alternative zu kreieren. Die schmackhafte Hauptrolle übernehmen dann Süßkartoffeln, Kürbis oder Tofu.


Jasminreis:
Auf jeden Fall die unbestrittene Beilage Nummer 1 zu thailändischen Currys ist Jasminreis oder Duftreis. Nichtsdestotrotz eignen sich natürlich alle anderen Reissorten ebenso gut als Sättigungsbeilage für dieses dufte Gericht.


Ananasstücke:
Ungeachtet der Tatsache, dass wir Currys hauptsächlich mit der Geschmacksrichtung „scharf“ in Verbindung bringen, punktet Massaman Curry mit einem fruchtigen Akzent. Wem die Tamarindenpaste zu dezent oder exotisch erscheint, der kann sich mit Ananasstücken (aus der Dose) behelfen. Auch reife Mangostücke zaubern ein unwiderstehliches Geschmackserlebnis in dieses Currygericht.


Gemüse:
Obwohl uns die thailändische Küche immer als besonders und exklusiv erscheint, haben die meisten Gerichte aus dem Wok ihren Ursprung in der pragmatischen Resteverwertung kluger und sparsamer Haushälter*innen. Praktisch jedes Gemüse kann diesem Massaman Curry Rezept beigefügt werden, wenn es schmeckt oder im Kühlschrank auf seine Verwendung wartet. Brokkoli, Pilze, Bambussprossen, Bohnen, Erbsen oder Zucchini und Auberginen: Der Vielfalt an Kombinationsmöglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt.


Nuoc Cham:
Diese Sauce ist so etwas wie der National-Dip in Vietnam und wird gelegentlich sogar wenig schmeichelhaft als „asiatisches Ketchup“ bezeichnet. Die Bandbreite ist sehr vielfältig, für jeden Geschmack ist daher sicher das Passende dabei. Sie bildet den krönenden Abschluss als Bun Bo Nam Bo Sauce und kann über das fertige Gericht geträufelt werden.



Wie schaut es mit den Nährwerten aus?


Wer beim Genuss von Bun Bo Nam Bo Kalorien im Auge behalten möchte, wird erfreut sein. 100 Gramm schlagen sich gerade einmal mit 140 Kalorien zu Buche. Eine Portion bleibt somit auch für genussvolle Esser unter 600 Kalorien. Da die Zusammensetzung sehr variabel ist, kann ein Bun Bo Nam Bo Kalorien sparen helfen, ohne auf den Genuss verzichten zu müssen.

FAQ


💬 Woher kommt Massaman Curry ursprünglich?
Dieses Gericht stammt aus dem Süden von Thailand. Möglicherweise inspiriert wurde es einst durch die chinesische und indische Küche.


💬 Welche Zutaten braucht man für Massaman Curry?
Für ein originalgetreues Massaman Curry Rezept benötigt man Rind- oder Hühnerfleisch, Kartoffeln, Frühlingszwiebeln, Kokosmilch und eine ganze Bandbreite an original thailändischen Kräutern und Gewürzen. Auf jeden Fall mit dabei sein muss die typische Massaman Curry-Paste.


💬 Wie lange dauert die Zubereitung von Massaman Curry?
Je nachdem, welches Fleisch verwendet wird, dauert die Zubereitung 30 bis 45 Minuten.


💬 Wie kann ich Massaman Curry einfach zu Hause zubereiten?
Wer gerne und oft den Kochlöffel im asiatischen Stil schwingt, kann sich hier clevere Hilfsköche mit ins Boot holen. Die Kochboxen von EasyCookAsia zum Beispiel liefern alles mit, was ein Massaman Curry Rezept so besonders und authentisch macht. Schließlich will man seine Gäste ja nicht nur satt und zufrieden sehen. Ein wenig beeindruckt sein dürfen sie schon auch.