Palak Paneer – Vegetarischer Evergreen der traditionellen indischen Küche


palak paneer

Was ist Palak Paneer?


Palak Paneer nennt sich das traditionelle indische Spinat-Curry mit dem fein-aromatischen Weichkäse als proteinreiche Draufgabe. Palak Paneer Rezepte gibt es so viele, wie es Menschen auf der Welt gibt, die diesen Klassiker gerne nachkochen möchten. Denn: Wie alle Currys entstand auch dieses Gericht ursprünglich aus dem Gedanken der Resteverwertung. Trotzdem ist weniger hier eindeutig mehr: Paneer-Käse, Spinat und die breite Palette typisch indischer Gewürze reichen aus, um mit einem selbst gekochten Palak Paneer Indien direkt zu sich nach Hause zu holen.

Woher stammt das Gericht Palak Paneer?


Sämtliche Regionen Indiens und Pakistans kennen mindestens eine Version von Palak Paneer. Allerdings lässt sich sein ursprüngliches Herkunftsgebiet auf den Norden des indischen Subkontinents eingrenzen. Die Küche dort ist tendenziell weniger scharf und bevorzugt Currys, die in sämigen, dickflüssigen Saucen serviert werden. Palak Paneer ist für die landestypische Küche sicher ein geschmacklich eher softer Botschafter. Diese Tatsache macht das Gericht zum perfekten Einsteigermodell für alle, die ihren kulinarischen Horizont gern Richtung Osten erweitern möchten. Interessantes Detail am Rande: Das Spinat-Curry spielt sogar den Lehren der indischen Heilkunst in die Hände. Was Palak Paneer Ayurveda tauglich macht, ist die besondere Kombination der Gewürze. Hier kommt vor allem dem heilkräftige Kurkuma eine bedeutende Rolle zu.

Was ist typisch für die indische Küche?


Duftende Gewürzmischungen, das typische Curry-Aroma, Reis und frisch gebackene Fladenbrote: All das kommt einem spontan in den Sinn, wenn man an indisches Essen denkt. Fleischgerichte, Fisch und Meeresfrüchte bilden zwar eher die Ausnahme, spielen aber dennoch eine Rolle auf dem indischen Speiseplan. Die große, um nicht zu sagen: heilige Ausnahme in Sachen Fleisch ist Rind. Kühe gelten im Hinduismus als heilige Tiere, was eine Tötung und ihren Verzehr natürlich ausschließt. Da immerhin knapp 80 Prozent der Bevölkerung dieser Religion angehören, bleiben für Familien, die es sich leisten können, Hühner- und Lammfleisch, seltener auch Schwein als tierische Proteinlieferanten übrig. In den Küstenregionen kommen natürlich Fisch und Meeresfrüchte auf den Tisch. Der überwiegende Teil der indischen Traditionsgerichte besteht allerdings aus reichlich Gemüse und Hülsenfrüchten. Diese werden längere Zeit geschmort in einem Sud aus Kokosmilch, Joghurt oder püriertem Gemüse und Obst. Die legendären Chutneys verfeinern die Mahlzeiten bereits während der Zubereitung, können aber auch bei Tisch noch als Dip gereicht werden. Weniger bekannt ist die Rolle der Milchprodukte in der indischen Küche. Doch Gerichte wie Palak Paneer kämen ohne den Käse gar nicht zustande.

Welche Gerichte gibt es noch mit Paneer?


Der weiche Käse mit dem dezenten Aroma ist vielseitig einsetzbar. Paneer Cashew Korma und Paneer Tikka Massala sind nur zwei weitere Beispiele für traditionelle Gerichte der landestypischen Küche Indiens, die den Frischkäse auf ihrer Zutatenliste anführen. Beide versprechen ein vegetarisches Gourmet-Mahl der Extraklasse. Doch Paneer kann auch als Basic für ein bekanntes indisches Dessert verwendet werden: Ras Malai. Da er relativ geschmacksneutral ist, stellt dieses Koch-Experiment unseren Gaumen vor keine größeren Herausforderungen. Dem Frischkäse zur Seite gestellt werden für die süße Variante Kokosraspeln, geröstetes Brot, Zucker, Pistazien und fein gehackte Mandeln.

Welche Zutaten braucht man für die Zubereitung von Palak Paneer?


Ein typisches Palak Paneer Rezept für 4 Personen sieht folgende Zutaten vor:

350 Gramm Spinat (frisch oder Blattspinat aus dem Tiefkühlfach)
2 Liter Milch (3,5 Prozent Fettgehalt)
3 mittelgroße Tomaten
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 daumengroßes Stück frischer Ingwer
50 Milliliter Sahne
4 Esslöffel Sonnenblumen- oder Kokosöl
6 Esslöffel Zitronensaft
Gewürze: Salz, Kreuzkümmel, Korianderpulver, Garam Masala, Kurkuma, Bockshornklee und Chilipulver

Worauf man bei den Zutaten achten sollte


Wer mit selbst gekochtem Palak Paneer Indien zu sich nach Hause holen möchte, hat sich dafür ein echtes Einsteiger-Rezept ausgesucht. Den Paneer-Käse gibt es auch fertig im gut sortierten Fachhandel zu kaufen. Seine Zubereitung am heimischen Herd ist jedoch denkbar einfach. Der schwierige Teil sind bei indischen Rezepten immer die Gewürze. Hier sollte Qualität unbedingt der Vorzug gegeben werden. Wer regelmäßig den exotischen Kochlöffel schwingen und auf Nummer sicher gehen will, legt sich ein Sortiment hochwertiger Gewürze zu, es zahlt sich aus. Die Kochboxen von EasyCookAsia beispielsweise liefern alle wichtigen Basisgewürze in einem Paket.

Wie wird Palak Paneer zubereitet?


Was ist Paneer eigentlich? Diese Frage ist angesichts der einfachen Zubereitung rasch beantwortet. Es handelt sich dabei um Frischkäse, der dem englischen Cottage Cheese oder dem italienischen Ricotta geschmacklich sehr nahekommt. Die Zubereitung zu Hause ist denkbar einfach: Der Käse braucht circa 3 bis 4 Stunden, um die gewünschte Konsistenz zu erlangen. Am besten, man bereitet ihn daher bereits am Vortag zu.

Milch für Paneer erhitzen

1. Milch für Paneer erhitzen

Die Milch in einen großen Topf geben und sie bis kurz vor den Siedepunkt bringen. Unter ständigem Rühren gibt man nun den Zitronensaft hinzu.


Paneer ausdrücken

2. Paneer ausdrücken

Der Topf kann nun von der heißen Platte genommen werden. Die Milch flockt durch die Säure der Zitrone rasch aus. Diese festen Bestandteile gibt man in ein mit einem sauberen Küchentuch aus Baumwolle oder Leinen ausgelegtes Sieb. Den frischen Käse abschließend mit Gefühl ausdrücken und ordentlich beschweren. Nach 2 Stunden kann der Käse bis zu seiner Verwendung in den Kühlschrank.


Spinat zubereiten

3. Spinat zubereiten

Frischen Spinat kurz blanchieren, 2 Minuten reichen dafür aus. Der tiefgekühlte Spinat muss vollständig aufgetaut sein. Dann sollte er mit dem Pürierstab noch ein wenig zerkleinert werden.


Gewürze und Gemüse vorbereiten

4. Gewürze und Gemüse vorbereiten

Knoblauch, Zwiebel und Ingwer schälen und so fein wie möglich hacken. Die Tomaten entkernen und in kleine Würfel schneiden.


Gewürze anrösten

5. Gewürze anrösten

In einer beschichteten Pfanne das Öl erhitzen und 1 Teelöffel Kreuzkümmel darin vorsichtig anrösten. Es sollte leicht zu duften beginnen, nicht anbrennen. Anschließend gibt man die Zwiebel und den Knoblauch hinzu. Es folgen jeweils 1 gestrichener Teelöffel Koriander, Kurkuma, Chili und Bockshornklee. Mit den Gewürzen an dieser Stelle lieber sparsam umgehen. Nachbessern kann man später immer noch.


Rest hinzugeben und alles köcheln lassen

6. Rest hinzugeben und alles köcheln lassen

Zu dieser Mischung kommen nun die gewürfelten Tomaten, der Spinat und die Sahne hinzu. Das Ganze darf nun auf kleiner Flamme circa 10 Minuten köcheln. Abschließend wird noch mit Salz abgeschmeckt. Der Paneer-Käse wird in kleine Würfel geschnitten und mit dem Spinat vermengt. Eine Prise Garam Masala bildet den krönenden Abschluss.


Worauf man bei der Zubereitung achten sollte


Bei diesem Palak Paneer Rezept kann man eigentlich nichts falsch machen. Wenn Knoblauch, Zwiebel und Gewürze angeröstet werden, sollte man aber unbedingt mit Gefühl vorgehen und die Pfanne nicht aus den Augen lassen. Bitterer, angebrannter Knoblauch ruiniert den Geschmack des gesamten Gerichts. Vorsicht lieber auch bei den Gewürzen: Palak Paneer ist bekannt für seinen feinen, fast subtilen Geschmack, nicht für explosive Schärfe.

Variationen und Beilagen


Gebratener Paneer und Alternativen:
Einige Palak Paneer Rezepte frittieren den Käse noch in heißem Kokosöl, bevor er zum Spinat-Curry dazugegeben wird. Diese Variante hat dazu geführt, dass smarte Köch*innen ihn überhaupt durch Grillkäse oder Fetawürfel ersetzt haben. Geschmacklich am nächsten kommt dem original Paneer wahrscheinlich gesalzener, schnittfester Ricotta.


Paratha, Naan oder Fladenbrot:
Die typisch indischen Brote sind die Klassiker unter den Beilagen. Es gibt sie gefüllt oder pur. Meistens werden sie mit Ghee oder einer Würzmischung auf Öl-Basis bestrichen. Aber auch Chutneys oder Joghurt reicht man gern dazu.


Basmatireis:
Er ist sicher neben den Fladenbroten der Beilagen-Klassiker schlechthin. Im Grunde genommen eignet sich jede Sorte Langkornreis als Zugabe für dieses Spinatgericht. Duftender Jasminreis sorgt für besondere Aromen und einen Hauch Exotik am Esstisch.


Kartoffeln:
Einige Palak Paneer Rezepte beinhalten kleinwürfelig geschnittene Kartoffeln, die dem Gericht ein wenig die Konsistenz von Eintopf verleihen. Sättigend ist diese Variante allemal. Doch die Kartoffeln können auch gekocht und mit etwas Ghee beträufelt als Beilage serviert werden. Wem die Kombination Kartoffeln plus Käse plus Spinat irgendwie bekannt vorkommt: Diese Zusammenstellung liefert aus ernährungstechnischer Sicht eine besonders hohe Wertigkeit, was die Nährstoffkombination betrifft. Die Hausmannskost unserer Breiten und die Lehren des Ayurveda teilen sich dieses Wissen schon seit langer Zeit.


Bhajis:
Wem Spinat plus Käse zu wenig anspruchsvoll erscheint, bäckt noch schnell ein paar original indische Bhajis. Dieses Gemüse in knusprigem Backteig eignet sich hervorragend zum Dippen in die fein-aromatische Spinatsauce. Karfiol und Zwiebel sind hierfür die beliebtesten Sorten.



Wie schaut es mit den Nährwerten aus?


Eine Portion Palak Paneer ohne Beilagen schlägt sich mit circa 380 Kalorien zu Buche. Wer bei Palak Paneer mit Reis Kalorien im Auge halten will, muss hingegen schon mit 600 Kalorien pro Portion rechnen. Angesichts der nahrhaften Kombination von Protein und Spinat lässt dieses Gerichte dafür keine Wünsche offen. Es entspricht sogar der derzeit stark im Trend liegenden Low Carb-Küche, solange man auf Reis und Naan-Brot oder Kartoffeln als Beilagen verzichtet. Wer bei der Zubereitung von Palak Paneer Kalorien einsparen möchte, hat allerdings nicht viele Möglichkeiten. Dafür deckt bereits ein Teller dieser Köstlichkeit 80 Prozent unseres täglichen Kalzium-Bedarfs. Besonders für Vegetarier*innen wichtig ist außerdem das Protein, das der Käse reichlich liefert. Wer dennoch beim Genuss von Palak Paneer Kalorien reduzieren möchte, kann den traditionellen Paneer Käse gegen eine fettarme Variante tauschen. 100 Gramm Paneer haben immerhin stolze 350 Kalorien. Ein fettreduzierter Feta zum Beispiel bleibt je nach Sorte unter 200 Kalorien pro 100 Gramm.

FAQ


💬 Woher kommt Palak Paneer ursprünglich?
Die Heimat des Spinat-Currys mit Käse ist der indische Subkontinent. Dort ist Palak Paneer vor allem in den nördlichen Regionen bekannt.


💬 Welche Zutaten braucht man für Palak Paneer?
Wer ein Palak Paneer Rezept original indisch nachkochen möchte, braucht vor allem Spinat, Paneer-Käse oder Milch, Zitronensaft, Sahne, Tomaten und viele, viele Gewürze.


💬 Wie lange dauert die Zubereitung von Palak Paneer?
Wer den Paneer-Käse selbst zubereiten möchte, sollte dies am Vortag tun. Der Rest ist dann innerhalb von 30 Minuten erledigt. Bei der Verwendung von Blattspinat aus dem Tiefkühlfach muss die Zeit zum Auftauen noch mitberücksichtigt werden.


💬 Wie kann ich Palak Paneer einfach zu Hause zubereiten?
Ein Palak Paneer Rezept bietet zahlreiche Möglichkeiten, um mittels Abkürzungen ans Ziel zu gelangen. Wer auf fertigen Käse und Spinat aus dem Kühlregal setzt, hat schon so gut wie gewonnen. Der Rest ist wirklich einfaches Küchen-Einmaleins. Die Krux bei indischen Rezepten liegt immer bei der Wahl der Gewürze. Hier zählen Vielfalt und Qualität. Außerdem erfordern einige Rezepte ein wenig Hintergrundwissen, damit das Ergebnis auch wirklich nach Indien schmeckt. Zeit sparen lässt sich definitiv, wer den Kochboxen von EasyCookAsia die Details überlässt. Diese liefern alle wichtigen Zutaten direkt an den heimischen Herd. Auch Fachwissen ist nicht vonnöten. Dieses wird quasi mitgeliefert. Wer mit hausgemachtem Palak Paneer Indien in die eigenen vier Wände holen möchte, kann mit ein paar smarten Tricks nur gewinnen.